Samstag, 27. September 2008

Lusaka life...

So, liebe Leute.
Vorhin habe ich versucht mal eine Rundmail zu verschicken, hab auch ganz viel geschrieben und dann hat das Internet mal wieder gestreikt...prima!
Naja, alles umsonst, aber ich versuche trotzdem kurz noch mal zusammenzufassen, was ich euch mitteilen wollte...
Die letzten beiden Tage hatte ich Kaonde-Sprachunterricht und kann mich somit nun zumindest auf dem Smalltalk-Level verständigen, aber hier in Lusaka nützt mir das noch nicht wirklich viel, da hier die Hauptsprache Nyanja ist, aber in dieser Sprache kann ich mittlerweile auch schon grüßen.
Heute waren wir auf einem großen City-market...und der war echt groß und laut und voll und für alle Sinne extrem intensiv. Dort gab es eigentlich alles...Hühner, Elektrogeräte mit zugehöriger Werkstatt, Fisch, Gemüse, Schuhe, Klamotten (meist alles secondhand),Parfüm, Schreibwaren...einfach alles!Wir waren eigentlich nur damit beschäftigt unbeschadet durchzukommen und den Weg auch wieder zurückzufinden. Zum Glück war Dorothy (u.a. auch meine Sprachlehrerin) dabei, ansonste würden wir wohl jetzt noch dort rumirren. Aber ich hab es tatsächlich auch noch geschafft, mir ein Chitenge zu kaufen , dass ist ein großes Tuch, welches viele Frauen hier als Rock tragen, das aber auch als Decke oder sonstwas verwendet werden kann. Sehr praktisch und es trägt fast jeder hier!
Danach sind wir ein großes compound (township) gefahren und haben uns dort umgeschaut. Ich muss sagen, die Art und Weise, wie wir dort aufgetreten sind, fannd ich recht befremdlich, denn ich hab mich gefühlt wie nen Tourist, der sich mal das Elend aus nächster Nähe anschauen wollte, um dann auch gleich dort wieder zu verschwinden...hätten wir dort eine sinnvolle Aufgabe gehabt, iirgendwo mitgearbeitet oder so, hätte ich das wesentlich besser gefunden. Naja, zu den Lebensumständen, unter denen viele dort leben müssen, kann ich eigentlich kaum was sagen, da es nicht wirklich in Worte zu fassen ist! Um es ansatzweise begreifen zu können, muss man es selber gesehen haben...das war dann wohl auch der Sinn dieses Besuches.
Am Montag gehts dann für mich endlich nach Solwezi los, aber bevor ich dort ankomme, muss ich erst noch mindestens 9 Stunden mit dem Bus überland fahren. Eigentlich sollte ich ja noch mit einem anderen Weltwärtsteilnehmer zusammen wohnen und teilweise auch arbeiten, aber er musste aus familiären Gründen, seinen Aufenthalt hier in Sambia Anfang September beenden und somit werd ich mich das kommende Jahr wohl alleine durchschlagen müssen...aber wenn die Leute dort oben genauso freundlich und herzlich sind, wie hier in Lusaka, kann eigentlich nichts schief gehen =)
So, dann die besten Grüße ins kalte Deutschland!

Unser kleines Internetcafé im Wohnzimmer...von hier aus versenden wir die Informationen in die Welt =)

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