Nun, wie versprochen, ein paar Worte, zu meinen Erfahrungen mit dem öffentlichen Verkehrswesen in Afrika.
Vorweg, ich habe mich für den Überlandweg von Tanzania nach Zambia entschieden, da es wesentlich billiger ist als Fliegen und mir auch gesagt worden ist, innerhalb von 24 Stunden ist diese Reise zu machen.
Meine Trip begann Sonntag morgen um 6 Uhr in Dar es Salaam. Nachdem mich Lisa und John (Doktorand aus Leipzig) am Busbahnhof verabschiedet haben, sah alles irgendwie noch recht verheißungsvoll aus, denn der Bus war kaum besetzt, ich hatte viel Platz und konnte sogar noch 2 Stündchen schlafen. Aber in Afrika kutschiert natuerlich kein halbleerer Bus durch die Gegend...nach rund 3 Stunden füllte sich der Bus und mit ein wenig Überbelegung gings weiter, gleich durch einen tollen Nationalpark, der mir doch gleich meine erste Safari geschenkt hat. Vom Bus aus konnte ich Giraffen, Impalas, Zebras, Büffel und ein Warzenschwein beobachten...sehr schön. Naiv wie ich war, hatte ich doch schon angenommen, dass diese tollen Bilder die ganzen Strapazen der Reise vollauf entschaedigen wuerden. Weit gefehlt! Denn nach kurzer Zeit, mussten wir die Reisenden eines liegen gebliebenen Busses der gleichen Gesellschaft aufnehmen, somit hat sich die Zahl der Insassen knapp verdoppelt. Ich bin davon ausgegangen, dass wir die zusätzlichen Gaeste nur bis zum naechsten groeßeren Ort mit nehmen und sie dort auf einen anderen Bus warten, doch das Gegenteil war der Fall, die kommenden 10 Stunden bis zur Grenze wurden eher noch mehr Menschen aufgesammelt. Letztendlich saßen wir in der 4er-Reihe zu sechst und der Gang war voll mit Menschen und Gepäck. An den gefühlten 50 Polizeikontrollen, wurde nicht einmal der Gedanke dran verschwendet, dass wir vielleicht ein wenig viel Leute im Bus sind. Über den Zustand des Busses will ich mich jetzt auch nicht großartig auslassen, nur soviel, wenn es geregnet hat, hätten wir auch ohne Verdeck unterwegs sein können, wäre kein großer Unterschied gewesen. Wir erreichten die Grenze gegen 22 Uhr, um dann gesagt zu bekommen, dass der Bus, der ursprünglich über Lusaka nach Harare (Zimbabwe) gehen sollte, nun den Kurs ändern wird und Lubumbashi (Kongo) anvisiert...Warum auch nicht?! Liegt ja nur in der entgegengesetzten Richtung. Daraufhin verliessen alle panikartig den Bus, nur Klein-Janice blieb sitzen, denn die hat ja von alledem nichts verstanden, da nur Kiswahili gesprochen wurde...war letztendlich auch gut so, denn somit hatte ich Platz für die Nacht, die wir an der Grenze verbrachten. Denn die war schon geschlossen. Am nächsten Tag gegen 9 Uhr sollten alle Lusaka-Reisenden in einen anderen Bus umsteigen, der uns rund 5 Meter weiter an die Grenzstation brachte. Dort wieder raus aus dem Bus, Gepäck irgendwo abgestellt und den Behördenmarathon begonnen. Da mein altes Arbeitsvisum noch gültig ist, hatte ich Glück und es verlief alles recht schnell und vor allem kostengünstig. Ich musste nur ständig von tanzanischer Seite auf zambische Seite wechseln und umgekehrt. Ich habe dann die Zeit genutzt, noch fix ein Internetcafe aufzutun und mit den Ruandesen (wie heißen die Menschen aus Ruanda), die ich kennegelernt habe, noch eine Kleinigkeit zu essen. Dies waren meine einzigen zwei Stunden, die ich außerhalb des Busses verbracht habe...Uns wurde dann auf zambischer Seite ein neuer Bus zugeteilt, der gegen 14.30 Uhr Ortszeit (Tanzania ist Zambia eine Stunde voraus) losfahren sollte. Vollbepackt ging es dann erst gegen 18 Uhr los. Somit war dann auch mein 20 stündiges Grenzintermezzo beendet. Eingequetscht zwischen einem Ruandesen, der nur Französisch konnte und einer Tanzanierin, die nur dem Kiswahili mächtig war, war ich langsam echt den Tränen nahe, denn ich wusste, dass noch mindestens 12 Stunden Busfahrt auf mich zu kommen, mir mein Hintern schon von der Warterei im Bus enorm weh tat und ich einfach nicht verstehen konnte, wie die Menschen um mich herum noch so glücklich sein konnten. Ich war froh, dass mich da niemand angesprochen hatte, denn dann wäre ich wohl explodiert. Dann ging es nur sehr schleppend voran...Grenzkontrollen inklusive Gepäckkontrollen im Bus, was wohl noch mal eine gute Stunde in Anspruch nahm, 10 Kilometer gefahren...Unfall vor uns. Ein Bus hatte seinen Anhänger verloren, der sich in seinen Einzelteilen auf der Straße ausbreitete...Mehr aus Schaulust als aus anderen Gründen standen wir noch eine ganze Weile dort rum und haben natürlich wieder mal Leute eingeladen. Wieder 10 Kilometer gefahren...nächster Unfall: Ein großer Truck hat sich mehr oder weniger um seine eigene Achse gedreht und stand quer auf der Straße. Aber dafür liebe ich ja Busfahrer hier, die kommen an solchen Hindernissen immer vorbei. Ab dem Moment habe ich alles nur noch mit einem schwachsinnigen Lachen kommentiert...Ich habe mir dann die ganze Zeit eingeredet: Janice, alles ist gut, denn dein Bus hat NOCH keinen Unfall gebaut und du hast kein Durchfall...also eigentlich bist du ein Glückspilz... Der Durchfallgedanke war auch gar nicht so unbegründet, denn einen Tag bevor ich losgefahren bin, hat mich John durch ein Marktviertel von Dar geführt und ich konnte es mir nicht nehmen lassen, an jeder Ecke irgendwelche Kleinigkeiten zu essen. Gekochte/gegrillte Tintenfische und Kalamaris, undefinierbare Fleischspieße, unglaublich leckere Fruchtsäfte...alles natürlich frisch direkt am Strassenrand zubereitet, wo man teilweise knöcheltief im Müll watet...aber es war extrem lecker und scheinbar auch recht sauber, denn mein Magen hat nicht im Mindesten rebelliert.
Naja, zurück zu meiner Reise...Nach weiteren Stops, Gründe waren da nicht mehr für mich ersichtlich, haben wir dann langsam mal Fahrt aufgenommen und sind gut bis Kaipiri Mposhi durchgekommen, dort wird, wie an vielen Stellen in Zambia, der Bus gewogen. Wir hatten natuerlich totales Übergewicht, sprich früh morgens um 4 Uhr musste der halbe Bus austeigen und warten, damit das gewünschte Gewicht nicht überschritten wurde. Ich frage mich nur, wie wir die anderen weightbridges durchlaufen haben, denn dort waren wir ja auch schon viel zu viele Leute, aber da lief das alles wohl manuell ab und Menschen kann man leichter korrumpieren als Maschienen. Dann endlich nach 14 Stunden früh morgens um 8 Uhr erreichten wir Lusaka. Ich konnte es gar nicht fassen, das diese Tortur tatsächlich ein Ende gefunden hatte. Total verdreckt, extrem verrenkt und komplett übermüdet wurde ich von einem Freund empfangen, der mich gleich zu sich nach Hause genommen hatte und mir eine lang ersehnte Dusche gewaehrte....also ein Eimer mit Wasser.
Ich kann nur sagen, das mach ich nie wieder!!! Nächstes Mal fahre ich mit dem Zug, der braucht zwar auch 2 Tage, aber ist wesentlich komfortabler. 51 Stunden Busfahren ist echt nicht lustig!
Donnerstag, 25. März 2010
Dienstag, 23. März 2010
Diesmal nur ganz kurz: Ich bin in Zambia mehr oder weniger heil angekommen...heute morgen nach nur 51 Stunden Busfahrt!!! Nie wieder!!!! Einen ausfuehrlichen Bericht will ich euch nicht vorenthalten, aber den muss ich erst noch schreiben, wenn ich ein wenig Abstand von der Sache habe und es vielleicht auch mit etwas Humor betrachten kann...Momentan ist es fuer mich immer noch unvorstellbar wie aus diesem urspruenglich eintaegig angelegten Trip ploetzlich 51 Stunden werden konnten...
Zusaetzlich noch meine zambische Telefonnummer: +260974156329
Wetter ist wesentlich angenehmer als in Tanzania und idch freue mich unheimlich endlich wieder hier zu sein. Momentan bin ich nur mit dem Besuchen von Freunden beschaeftigt...aber bald werde ich mich natuerlich auch wieder in die Arbeit schmeissen...bis dahin, liebe Gruesse von der busshassenden Janice
Zusaetzlich noch meine zambische Telefonnummer: +260974156329
Wetter ist wesentlich angenehmer als in Tanzania und idch freue mich unheimlich endlich wieder hier zu sein. Momentan bin ich nur mit dem Besuchen von Freunden beschaeftigt...aber bald werde ich mich natuerlich auch wieder in die Arbeit schmeissen...bis dahin, liebe Gruesse von der busshassenden Janice
Samstag, 20. März 2010
So, nun auch ein erstes Lebenszeichen von der Südhalbkugel! Wie ich bereits angekündigt habe, bin ich seit Dienstag in Tanzania und lasse mich braten wie ein Hühnchen auf dem Grill...ungelogen, man schwitzt wo man steht und geht...die Brühe läuft einfach nur so. Als ich noch in Deutschland war und regelmäßig online das Wetter in Tanzania gecheckt habe, war mir gar nicht mehr bewusst, wie heiß 35 Grad wirklich sind. Nachdem man irgendwie gut 3 Monate im Dauerfrost verbracht hatte, war jede Zahl über 0 einfach nur toll! Nun würde ich euch liebend gern 10 Grad hoch nach Deutschland schicken.
Der Flug und die Ankunft verliefen sehr unkompliziert, ich bin ja von Berlin aus gestartet, hatte einen kurzen Zwischenstopp in London, wo ich mich mit Lisa gtroffen habe, die aus Frankfurt kam und bin dann sicher, aber müde in Dar es Salaam früh morgens um 6 Uhr gelandet. Seit Mittwoch waren wir auf der kleinen Halbinsel Kigamboni, ein Stadtteil von Dar es Salaam, und haben Strandfeeling pur genossen. Wir haben in einem kleinen Banda direkt am Strand gewohnt...sprich früh morgens konnte man direkt in den Bikini schlüpfen und sich in die Fluten werfen. Die erwartete Erfrischung blieb allerdings aus, denn es war bereits morgens schon so warm, dass es sich angefühlt hat, als ob man im Schwimmbad im Babybecken planschen geht, in welches jeder Knirps unter 5 reinpinkelt. Außerdem war Vorsicht angesagt, denn einmal bin ich ganz locker ins Wasser marschiert, ohne zu schauen, was sich unter mir abspielt, bis ich bei günstiger Sonneneinstrahlung bemerkt habe, dass ich gerade in einem Meer aus Seeigeln stehe und es nur reiner Zufall war, dass ich in keinen reingelatscht bin...da machte sich dezent Panik breit. Nur Dank Lisas Anweisungen vom Strand aus, bin ich wieder stachelfrei rausgekommen... Neben Seeigeln hat uns eine Ratte das Leben schwer gemacht, die es sich nicht nehmen lassen konnte, bei uns ein und auszugehen (wie übrigens auch Diebe, die mehrmals Geld aus unserem Banda gestohlen hatten) und diverse Spuren zu hinterlassen: Angeknabberte Birnen und Bananen, Rattenkot im Bett, Flohbisse auf meinem Rücken! Und natürlich hat auch wieder der obligatorische Frosch im Bad gewohnt...Erinnerungen an Zambia wurden wach. Wir hingen dann meist den ganzen Tag am Strand und ich habe mir wohl den schlimmsten Sonnenbrand meines Lebens geholt...alles brennt und ist rot. Tja, die Nähe zum Äquator sollte nicht unterschätzt werden. Gestern haben wir dann auch noch 3 Afrikanistikstudenten aus Leipzig getroffen, mit denen wir vielleicht morgen was unternehmen werden...die Welt ist nen Dorf!
Ich habe meinen Plan ein wenig umgestellt und werde mich nun schon am Sonntag auf den Weg nach Zambia machen, dafür muss ich morgen noch das Ticket für meine rund 30-stündige Busfahrt kaufen...damit breche ich dann auch meinen längsten Busfahrtrekort von 16 Stunden. Mein Hintern wird sich bedanken!
So, nun auch noch ein paar Worte zu dem kurzfristigen Spendenaufruf, den ich letzte Woche gestartet habe...aber ehrlich gesagt: Ohne Worte! Es ist einfach unglaublich, wie spontan und unkompliziert ihr dem Aufruf gefolgt seid, denn nur eine Woche später, sind bereits 1426 Euro auf dem Konto eingegangen. Das ist wirklich wahnsinn und ich bin euch extrem dankbar dafür, denn damit kann ich für Mercy schon mal den gesamten nächsten term (450Euro) bezahlen. Oliver hat mir vor ein paar Tage erzählt, dass er dieses Jahr wohl doch noch nicht anfängt mit Studieren, da er das Geld nicht zusammen hat. Tja, so läuft das hier nun mal...Erstens: alles kommt anders! Und Zweitens: als man denkt! Ich habe ihm gegenüber ein paar Andeutungen hinsichtlich der Spendenaktion gemacht und werde mich mit ihm noch mal treffen und die genaue Sachlage diskutieren um dann zu schauen, ob es Sinn macht, ihm das erste Jahr komplett zu finanzieren, auch wenn er dann wahrscheinlich im 2. Jahr wieder genau vor dem selben Problem stehen wird, oder ob er dieses Jahr nutzen soll, um genügend Geld für sein Studium zu sparen und ich ihm gegebenfalls nächstes Jahr unter die Arme greife...Falls das der Fall sein wird, dann kommt das gesamte Geld Mercy zugute, die damit schon mal 3 terms sicher hätte. Diese Möglichkeit wäre natürlich nachhaltiger, da längerfristiger. Naja, momentan sind noch sehr viele Konjunktive, „Wenns“ und „Abers“ dabei, aber sobald ich in Zambia bin, weiss ich genaueres und lass es euch wissen! Dennoch, trotzdem schon mal vielen lieben Dank an all die fleißigen Spender!!!
So, ich mach jetzt Schluss, denn ich werde nun noch das tanzanische Nachtleben unsicher machen...
Krebsrote Grüße aus dem sonnigen Tanzania
P.S.: Den Eintrag habe ich gestern geschrieben und nun leide ich an sich schaelender Haut und an einem ausgepraegtem Kater!!! Also, die Nacht war lustig...=)
Der Flug und die Ankunft verliefen sehr unkompliziert, ich bin ja von Berlin aus gestartet, hatte einen kurzen Zwischenstopp in London, wo ich mich mit Lisa gtroffen habe, die aus Frankfurt kam und bin dann sicher, aber müde in Dar es Salaam früh morgens um 6 Uhr gelandet. Seit Mittwoch waren wir auf der kleinen Halbinsel Kigamboni, ein Stadtteil von Dar es Salaam, und haben Strandfeeling pur genossen. Wir haben in einem kleinen Banda direkt am Strand gewohnt...sprich früh morgens konnte man direkt in den Bikini schlüpfen und sich in die Fluten werfen. Die erwartete Erfrischung blieb allerdings aus, denn es war bereits morgens schon so warm, dass es sich angefühlt hat, als ob man im Schwimmbad im Babybecken planschen geht, in welches jeder Knirps unter 5 reinpinkelt. Außerdem war Vorsicht angesagt, denn einmal bin ich ganz locker ins Wasser marschiert, ohne zu schauen, was sich unter mir abspielt, bis ich bei günstiger Sonneneinstrahlung bemerkt habe, dass ich gerade in einem Meer aus Seeigeln stehe und es nur reiner Zufall war, dass ich in keinen reingelatscht bin...da machte sich dezent Panik breit. Nur Dank Lisas Anweisungen vom Strand aus, bin ich wieder stachelfrei rausgekommen... Neben Seeigeln hat uns eine Ratte das Leben schwer gemacht, die es sich nicht nehmen lassen konnte, bei uns ein und auszugehen (wie übrigens auch Diebe, die mehrmals Geld aus unserem Banda gestohlen hatten) und diverse Spuren zu hinterlassen: Angeknabberte Birnen und Bananen, Rattenkot im Bett, Flohbisse auf meinem Rücken! Und natürlich hat auch wieder der obligatorische Frosch im Bad gewohnt...Erinnerungen an Zambia wurden wach. Wir hingen dann meist den ganzen Tag am Strand und ich habe mir wohl den schlimmsten Sonnenbrand meines Lebens geholt...alles brennt und ist rot. Tja, die Nähe zum Äquator sollte nicht unterschätzt werden. Gestern haben wir dann auch noch 3 Afrikanistikstudenten aus Leipzig getroffen, mit denen wir vielleicht morgen was unternehmen werden...die Welt ist nen Dorf!
Ich habe meinen Plan ein wenig umgestellt und werde mich nun schon am Sonntag auf den Weg nach Zambia machen, dafür muss ich morgen noch das Ticket für meine rund 30-stündige Busfahrt kaufen...damit breche ich dann auch meinen längsten Busfahrtrekort von 16 Stunden. Mein Hintern wird sich bedanken!
So, nun auch noch ein paar Worte zu dem kurzfristigen Spendenaufruf, den ich letzte Woche gestartet habe...aber ehrlich gesagt: Ohne Worte! Es ist einfach unglaublich, wie spontan und unkompliziert ihr dem Aufruf gefolgt seid, denn nur eine Woche später, sind bereits 1426 Euro auf dem Konto eingegangen. Das ist wirklich wahnsinn und ich bin euch extrem dankbar dafür, denn damit kann ich für Mercy schon mal den gesamten nächsten term (450Euro) bezahlen. Oliver hat mir vor ein paar Tage erzählt, dass er dieses Jahr wohl doch noch nicht anfängt mit Studieren, da er das Geld nicht zusammen hat. Tja, so läuft das hier nun mal...Erstens: alles kommt anders! Und Zweitens: als man denkt! Ich habe ihm gegenüber ein paar Andeutungen hinsichtlich der Spendenaktion gemacht und werde mich mit ihm noch mal treffen und die genaue Sachlage diskutieren um dann zu schauen, ob es Sinn macht, ihm das erste Jahr komplett zu finanzieren, auch wenn er dann wahrscheinlich im 2. Jahr wieder genau vor dem selben Problem stehen wird, oder ob er dieses Jahr nutzen soll, um genügend Geld für sein Studium zu sparen und ich ihm gegebenfalls nächstes Jahr unter die Arme greife...Falls das der Fall sein wird, dann kommt das gesamte Geld Mercy zugute, die damit schon mal 3 terms sicher hätte. Diese Möglichkeit wäre natürlich nachhaltiger, da längerfristiger. Naja, momentan sind noch sehr viele Konjunktive, „Wenns“ und „Abers“ dabei, aber sobald ich in Zambia bin, weiss ich genaueres und lass es euch wissen! Dennoch, trotzdem schon mal vielen lieben Dank an all die fleißigen Spender!!!
So, ich mach jetzt Schluss, denn ich werde nun noch das tanzanische Nachtleben unsicher machen...
Krebsrote Grüße aus dem sonnigen Tanzania
P.S.: Den Eintrag habe ich gestern geschrieben und nun leide ich an sich schaelender Haut und an einem ausgepraegtem Kater!!! Also, die Nacht war lustig...=)
Sonntag, 7. März 2010
Sambia...die 2.!
So, es ist fast ein halbes Jahr vergangen seitdem ich wieder zurück in Deutschland bin, dennoch hat mich Zambia nicht loslassen können...und da ich mich ja nun langsam dem Ende meines Studiums nähere, und die Magisterarbeit ansteht, habe ich mich kurzerhand entschlossen, ein Zambia-relevantes Thema zu wählen und (natürlich ganz uneigennützig) noch mal einen kleinen Trip in den Süden zu wagen...diesmal nicht ein ganzes Jahr, sondern nur 4 Monate. Ich breche am 15.3. mit einer Freundin nach Dar es Salaam, Tanzania auf und werde dort noch eine Woche Urlaub verbringen mit Strand, Fisch und Sonne...yes! Danach ab in den Bus und schwupps...keine 30 Stunden später (wenn die Fahrt ohne Zischenfälle verläuft) bin ich wieder "zu Hause". Die erste Zeit werde ich mich in der Hauptstadt Lusaka aufhalten, aber dann auch längere Zeit für meine Untersuchungen in Kitwe anzutreffen sein. Natürlich bleibt ein Besuch in meiner alten Heimatstadt Solwezi nicht aus...
Im Moment kommt mir alles noch recht irreal vor, sitz grad im verschneiten Leipzig, habe nichts gepackt und plage mich noch mit einer Hausarbeit ab...Afrikafeeling kommt da wahrlich nicht auf!
Ich werde diesen Blog wieder nutzen, um in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen über mein Befinden, meine Erlebnisse und allgemein über Zambia zu berichten...
Zambia iam coming!!!
Im Moment kommt mir alles noch recht irreal vor, sitz grad im verschneiten Leipzig, habe nichts gepackt und plage mich noch mit einer Hausarbeit ab...Afrikafeeling kommt da wahrlich nicht auf!
Ich werde diesen Blog wieder nutzen, um in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen über mein Befinden, meine Erlebnisse und allgemein über Zambia zu berichten...
Zambia iam coming!!!
Mittwoch, 26. August 2009
Zeit des Abschieds
Langsam neigt sich meine Zeit hier in Zambia dem Ende zu, weniger als ein Monat bleibt mir noch...und ich kann nicht wirklich sagen, ob ich mich darueber freue oder nicht. Denn ich hatte und habe immer noch eine wirklich gute Zeit hier und unvergessliche Erfahrungen gemacht. Aber auf der anderen Seite ist es auch wieder gut, in mein gewohntes Umfeld zu kommen, Freunde und Familie wieder zu treffen, Schwarzbrot zu essen, auf ein gutes Konzert zu gehen und nicht mehr Mittelpunkt einer Stadt zu sein.
Die letzten Wochen war ich viel unterwegs...erst Urloob mit der Frau Mama, in dem wir mit Bus, Bahn und Auto wohl an die 7000km zurueckgelegt haben (da zaehle ich Flugzeug und Schiff gar nicht erst mit rein), als ich dann nach einem Monat Rumreisen nach Solwezi kam, konnte ich nur ein paar Tage bleiben, denn dann hiess es wieder runter nach Lusaka zu reisen, um am folgenden Tag wieder 7 Std im Auto zu sitzen und weiter in die Suedprovinz an den Lake Kariba zu fahren. Denn dort fand unser 2taegiges Abschlussseminar statt, welches wirklich sehr schoen war und uns noch mal die Chance gegeben hat, ein wenig das Jahr zu reflektieren und zukuenftige Projekte zu ueberdenken. Aber 2 Tage waren viel zu kurz, vor allem wenn man dafuer 4 Tage unterwegs ist...trotzdem: Schoen wars!
Als ich Freitag auf dem Rueckweg war, haben mich dann die Bushboys (Kehoma und Matthias) angerufen und gefragt, ob sie am Samstag ebenfalls nach Solwezi kommen koennen, da sie Urlaub machen moechten...fand ich irgendwie witzig, Urlaub in Solwezi zu machen, denn diese Stadt hat diesbezueglich nichts zu bieten, trotzdem habe ich mich sehr ueber den Besuch gefreut. Die Jungs blieben eine gute Wochen und hatten sichtlich Spass und haben ihren Urlaub genossen. Leider hats mich gesundheitlich ein wenig nidergeboxt, daher konnte ich mich nicht an allen Aktivitaeten beteiligen. Aber wir hatten enorm viel Spass und Kehoma, der Gute, hat auch mein Haus wieder auf Vordermann gebracht (Herd, Stuhl und Gluehbirnen reperiert...sogar eine Steckdose wurde wieder an die Wand gebracht)...die neuen Bewohner des Hauses wirds freuen!
Tja, und jetzt sitze ich wieder im Office und bin mir auch ueber meine Arbeit ein wenig unschluessig...denn momentan planen wir ganz viele Projekte, die nach meiner Zeit stattfinden werden und das ist echt komisch, so etwas vorzubereiten mit dem Wissen, dass man bei der Umsetzung nicht mehr dabei sein kann. Dann werde ich auch taeglich daran erinnert, dass ich bald gehen werde, denn staendig werde ich gefragt, wenn es denn soweit ist, ob ich traurig bin und wann ich wieder kommen werde...und das ist echt eine Frage, die mich auch beschaeftigt. Zambia hats mir schon irgendwie angetan und ich kann mir auf jeden Fall vorstellen wieder zurueck zu kommen, wohl nicht fuer ein ganzes Jahr, zumindest nicht in absehbarer Zukunft, aber vielleicht fuer ein paar Monate...mal schauen, was aus diesen Plaenen wird...muss ja auch mit den Lieben in Deutschland diskutiert werden. Und das sollte ich nicht gleich an meinem Ankunftstag machen, kommt nicht so gut, glaube ich!
Apropos Ankunftstag, den kenne ich natuerlich schon seit laengerem, aber ich habe ihn bisher nur den Personen mitgeteilt, die es wirklich wissen muessen, wegen abholen und so. Ich setze wohl eher auf den Ueberraschungseffekt...also, irgendwann im September bin ich dann wieder da!
Dann mache ich mir auch schon seit einiger Zeit Gedanken, wie ich am Besten meinen Abschied hier celebriere. Werde wohl 2 Feiern machen, eine fuer das Centre, da wirds lecker Essen geben und Softdrinks, da Alkohol nicht erlaubt ist und es wird eher am spaeten Nachmittag und fruehen Abend stattfinden. Muss mir echt was ueberlegen, denn wenn ich alle Youth Alive Member einlade, kann ich mit gut 50 Leuten rechnen. Die zweite Feier wird bei mir zu Hause starten, grillen und so und vor dort wanderen wir weiter zu den jeweiligen Clubs, um alles feuchtfroehlich zu begiessen...ich hab jetzt schon Angst vor den Kosten, die auf mich zu kommen werden. Wenn man jemanden in Zambia einlaed, muss man auch fuer alles aufkommen, bring-a bottle-Party ist hier nicht wirklich ueblich. Aber vielleicht muss ich nur lang genug rumjammern vorher, dass ich nicht genuegend Geld habe und dann erbarmen sich ja vielleicht doch ein paar Leute, mir zu helfen, mal schauen.
Diese Woche finden sehr bekannte traditional ceremonies in unserer Provinz statt, wo ich eigentlich hinfahren wollte, aber das waere dann schon wieder eine Reise von 6 Tagen geworden und nach meinem Urlaubsmarathon kann ich mir das nicht mehr leisten. Aber da es ein unbedingter Muss ist, einmal bei solchen Festivitaeten dabei gewesen zu sein, wenn man mal in Zambia war, hab ich wohl einen echten Grund noch mal nach Zambia zurueck zu kommen. So, meine Lieben, soviel von meiner Seite, wuensche euch eine gute Woche und man sieht sich!
Katongo
Die letzten Wochen war ich viel unterwegs...erst Urloob mit der Frau Mama, in dem wir mit Bus, Bahn und Auto wohl an die 7000km zurueckgelegt haben (da zaehle ich Flugzeug und Schiff gar nicht erst mit rein), als ich dann nach einem Monat Rumreisen nach Solwezi kam, konnte ich nur ein paar Tage bleiben, denn dann hiess es wieder runter nach Lusaka zu reisen, um am folgenden Tag wieder 7 Std im Auto zu sitzen und weiter in die Suedprovinz an den Lake Kariba zu fahren. Denn dort fand unser 2taegiges Abschlussseminar statt, welches wirklich sehr schoen war und uns noch mal die Chance gegeben hat, ein wenig das Jahr zu reflektieren und zukuenftige Projekte zu ueberdenken. Aber 2 Tage waren viel zu kurz, vor allem wenn man dafuer 4 Tage unterwegs ist...trotzdem: Schoen wars!
Als ich Freitag auf dem Rueckweg war, haben mich dann die Bushboys (Kehoma und Matthias) angerufen und gefragt, ob sie am Samstag ebenfalls nach Solwezi kommen koennen, da sie Urlaub machen moechten...fand ich irgendwie witzig, Urlaub in Solwezi zu machen, denn diese Stadt hat diesbezueglich nichts zu bieten, trotzdem habe ich mich sehr ueber den Besuch gefreut. Die Jungs blieben eine gute Wochen und hatten sichtlich Spass und haben ihren Urlaub genossen. Leider hats mich gesundheitlich ein wenig nidergeboxt, daher konnte ich mich nicht an allen Aktivitaeten beteiligen. Aber wir hatten enorm viel Spass und Kehoma, der Gute, hat auch mein Haus wieder auf Vordermann gebracht (Herd, Stuhl und Gluehbirnen reperiert...sogar eine Steckdose wurde wieder an die Wand gebracht)...die neuen Bewohner des Hauses wirds freuen!
Tja, und jetzt sitze ich wieder im Office und bin mir auch ueber meine Arbeit ein wenig unschluessig...denn momentan planen wir ganz viele Projekte, die nach meiner Zeit stattfinden werden und das ist echt komisch, so etwas vorzubereiten mit dem Wissen, dass man bei der Umsetzung nicht mehr dabei sein kann. Dann werde ich auch taeglich daran erinnert, dass ich bald gehen werde, denn staendig werde ich gefragt, wenn es denn soweit ist, ob ich traurig bin und wann ich wieder kommen werde...und das ist echt eine Frage, die mich auch beschaeftigt. Zambia hats mir schon irgendwie angetan und ich kann mir auf jeden Fall vorstellen wieder zurueck zu kommen, wohl nicht fuer ein ganzes Jahr, zumindest nicht in absehbarer Zukunft, aber vielleicht fuer ein paar Monate...mal schauen, was aus diesen Plaenen wird...muss ja auch mit den Lieben in Deutschland diskutiert werden. Und das sollte ich nicht gleich an meinem Ankunftstag machen, kommt nicht so gut, glaube ich!
Apropos Ankunftstag, den kenne ich natuerlich schon seit laengerem, aber ich habe ihn bisher nur den Personen mitgeteilt, die es wirklich wissen muessen, wegen abholen und so. Ich setze wohl eher auf den Ueberraschungseffekt...also, irgendwann im September bin ich dann wieder da!
Dann mache ich mir auch schon seit einiger Zeit Gedanken, wie ich am Besten meinen Abschied hier celebriere. Werde wohl 2 Feiern machen, eine fuer das Centre, da wirds lecker Essen geben und Softdrinks, da Alkohol nicht erlaubt ist und es wird eher am spaeten Nachmittag und fruehen Abend stattfinden. Muss mir echt was ueberlegen, denn wenn ich alle Youth Alive Member einlade, kann ich mit gut 50 Leuten rechnen. Die zweite Feier wird bei mir zu Hause starten, grillen und so und vor dort wanderen wir weiter zu den jeweiligen Clubs, um alles feuchtfroehlich zu begiessen...ich hab jetzt schon Angst vor den Kosten, die auf mich zu kommen werden. Wenn man jemanden in Zambia einlaed, muss man auch fuer alles aufkommen, bring-a bottle-Party ist hier nicht wirklich ueblich. Aber vielleicht muss ich nur lang genug rumjammern vorher, dass ich nicht genuegend Geld habe und dann erbarmen sich ja vielleicht doch ein paar Leute, mir zu helfen, mal schauen.
Diese Woche finden sehr bekannte traditional ceremonies in unserer Provinz statt, wo ich eigentlich hinfahren wollte, aber das waere dann schon wieder eine Reise von 6 Tagen geworden und nach meinem Urlaubsmarathon kann ich mir das nicht mehr leisten. Aber da es ein unbedingter Muss ist, einmal bei solchen Festivitaeten dabei gewesen zu sein, wenn man mal in Zambia war, hab ich wohl einen echten Grund noch mal nach Zambia zurueck zu kommen. So, meine Lieben, soviel von meiner Seite, wuensche euch eine gute Woche und man sieht sich!
Katongo
Samstag, 1. August 2009
Urlaub der Zweite!
Ich weiss...einige haben mich mittlerweile schon fuer entgueltig verschollen erklaert und jede Hoffnung auf ein Lebenszeichen aufgegeben, aber Madame hat sich einfach nur eine kleine Auszeit gegoennt. Jacky (und in der ersten Woche auch Zingel)war ja zu Besuch da und da wurde natuerlich rumgereist was das Zeut hielt.
Als erstes waren natuerlich (Pflichtprogramm in Zambia) die Viktoriafaelle dran. Ich war auch neugierig, sie zu dieser Jahreszeit zu sehen, denn das letzte Mal war es ja direkt nach der Regenzeit. Nun war ich gespannt, wie die paar Monate Trockenzeit die Landschaft weiterhin veraendert haben. Aber ich muss schon sagen, so grundlegend war der Unterschied gar nicht. Da ich bereits Fotos von den Viktoriafaellen reingestellt habe, lasse ich das diesmal weg.Generell werde ich die chronologische Reihnfolge ein wenig vernachlaessigen, denn so einen ganzen Monat zu rekapitulieren, ist recht schwierig, vor alles wenn er so vollgepackt mit tollen Erlebnissen waren...ich lasse einfach die Bilder sprechen...
Frueh morgens um 6.00 am Busbahnhof im kalten Lusaka...mit lecker Plaetzchen aus Geraberg!
Bungeejumping von der Zambesi bridge neben den Viktoriafaellen.
BOTSWANA
Janice im Safarifieber im Chobe Nationalpark in Botswana.
Symmetrisch angeordnete Langhaelse.
TANZANIA
Mit der Bahn (TAZARA)von Zambia nach Tanzania...wir waren etwas mehr als 2 Tage unterwegs und sind an unglaublichen und wunderschoenen Landschaften vorbeigekommen.
Gleicher Zug aber andere Landschaft und auch anderes Land: Tanzania!
Unsere Kabine...wir hatten den Luxus zu zweit eine vierer Kabiene bewohnen zu duerfen...ich glaube wir waren keine halbe Stunde drin, da sah es schon aus als ob wir schon drei Wochen mit dem Zug unterwegs gewesen waeren...wie eigentlich in allen unseren Unterkuenften...wir haben uns immer sehr schnell heimisch gefuehlt dank unserem Gespuer fuer Ordnung.
Die scheuen Impalas im Lake Manyara Nationalpark.
Impalas im Kampf.
Elefant vor Schwaermen von Flamingos.
Kleine Bebyaeffchen tollen im Baum rum.
Nilpherde beim gemuetlichen Schlammbad...beobachtet von unzaehligen Voegeln.
Zebras gehoeren natuerlich auch zu einer ordentlichen Safari dazu!
Der andere Nationalpark war der Tarangire Park, der durch seine karge, aber dennoch unglaubliche Landschaft bestochen hat. Dieser Baobab baum ist rund 1300 Jahre alt und wird haeufig auch upside down tree genannt, der die Aeste eher wie die Wurzeln aussehen.
Am momentan ausgetrockneten Tarangire River hat sich ein fuer alle Mal die Frage geklaert wer der Koenig der Savanne ist! Wir haben ein Rudel Loewen entdeckt, welches gerade 2 Zebras gerissen hatte und nun fett und vollgefressen in der Sonne lag und gelegentlich aufkommenden Durst in dem Rinnsal geloescht hat. Doch als eine Elefanten Kuf samt Kalb vorbei kam, hat ein lauter Troeter der grauen Riesendame gereicht und die angeblichen Herrscher der Savanne haben schnell das weite gesucht...
Pumba...hat nur noch Timon gefehlt.
Sensationelle Sonnenuntergaenge gehoeren natuerlich auch mit ins Programm.
Elefanten beim Fruehstueck...die Morgenpirsch am dritten Tag unserer Safari hat uns wirklich einmalige Eindruecke bescherrt.
Elefantenauge.
Die Uebereste der beiden gerissenen Zebras konnten wir am Folgetag auch noch sehen, nachdem Loewen und Hyaenen sich satt gefressen hatten, waren nun die Geier & Co dran.
Und unsere Loewen haben wir auch wieder gefunden, immer noch schwer am verdauen...Das sind echt mal Schmusekatzen!
Als aber am Ufer eine kleine Gruppe Zebras gesichtet wurden, kamen einige wieder auf Trab...allerdings waren die noch so vollgefressen, dass man sich schnell wieder dem Mittagsschlaf widmete.
Affe
ZANSIBAR
Janice am Strand von Zansibar.
Ebbe und Flut am indischen Ozean sind echt heftig. Zwei Mal am Tag zieht sich das Wasser bis zu mehrere Kilometer zurueck, um dann mit einer enormen Geschwindigkeit zurueck zu kommen.
Idyllisches Fischerboot.
Im Jozani Nationalpark auf der Gewuerzinsel konnten wir noch mal richtiges Dschungelfeeling aufkommen lassen.
Janice versucht sich in Stonetown, der Hauptstadt von Zansibar, zurechtzufinden.
Die deutsche Botschaft in Lusaka haben wir erst nach zweimaligem Hinschauen entdecken koennen =)
Als erstes waren natuerlich (Pflichtprogramm in Zambia) die Viktoriafaelle dran. Ich war auch neugierig, sie zu dieser Jahreszeit zu sehen, denn das letzte Mal war es ja direkt nach der Regenzeit. Nun war ich gespannt, wie die paar Monate Trockenzeit die Landschaft weiterhin veraendert haben. Aber ich muss schon sagen, so grundlegend war der Unterschied gar nicht. Da ich bereits Fotos von den Viktoriafaellen reingestellt habe, lasse ich das diesmal weg.Generell werde ich die chronologische Reihnfolge ein wenig vernachlaessigen, denn so einen ganzen Monat zu rekapitulieren, ist recht schwierig, vor alles wenn er so vollgepackt mit tollen Erlebnissen waren...ich lasse einfach die Bilder sprechen...
Frueh morgens um 6.00 am Busbahnhof im kalten Lusaka...mit lecker Plaetzchen aus Geraberg!
Bungeejumping von der Zambesi bridge neben den Viktoriafaellen.
BOTSWANA
Janice im Safarifieber im Chobe Nationalpark in Botswana.
Symmetrisch angeordnete Langhaelse.
TANZANIA
Mit der Bahn (TAZARA)von Zambia nach Tanzania...wir waren etwas mehr als 2 Tage unterwegs und sind an unglaublichen und wunderschoenen Landschaften vorbeigekommen.
Gleicher Zug aber andere Landschaft und auch anderes Land: Tanzania!
Unsere Kabine...wir hatten den Luxus zu zweit eine vierer Kabiene bewohnen zu duerfen...ich glaube wir waren keine halbe Stunde drin, da sah es schon aus als ob wir schon drei Wochen mit dem Zug unterwegs gewesen waeren...wie eigentlich in allen unseren Unterkuenften...wir haben uns immer sehr schnell heimisch gefuehlt dank unserem Gespuer fuer Ordnung.
Die scheuen Impalas im Lake Manyara Nationalpark.
Impalas im Kampf.
Elefant vor Schwaermen von Flamingos.
Kleine Bebyaeffchen tollen im Baum rum.
Nilpherde beim gemuetlichen Schlammbad...beobachtet von unzaehligen Voegeln.
Zebras gehoeren natuerlich auch zu einer ordentlichen Safari dazu!
Der andere Nationalpark war der Tarangire Park, der durch seine karge, aber dennoch unglaubliche Landschaft bestochen hat. Dieser Baobab baum ist rund 1300 Jahre alt und wird haeufig auch upside down tree genannt, der die Aeste eher wie die Wurzeln aussehen.
Am momentan ausgetrockneten Tarangire River hat sich ein fuer alle Mal die Frage geklaert wer der Koenig der Savanne ist! Wir haben ein Rudel Loewen entdeckt, welches gerade 2 Zebras gerissen hatte und nun fett und vollgefressen in der Sonne lag und gelegentlich aufkommenden Durst in dem Rinnsal geloescht hat. Doch als eine Elefanten Kuf samt Kalb vorbei kam, hat ein lauter Troeter der grauen Riesendame gereicht und die angeblichen Herrscher der Savanne haben schnell das weite gesucht...
Pumba...hat nur noch Timon gefehlt.
Sensationelle Sonnenuntergaenge gehoeren natuerlich auch mit ins Programm.
Elefanten beim Fruehstueck...die Morgenpirsch am dritten Tag unserer Safari hat uns wirklich einmalige Eindruecke bescherrt.
Elefantenauge.
Die Uebereste der beiden gerissenen Zebras konnten wir am Folgetag auch noch sehen, nachdem Loewen und Hyaenen sich satt gefressen hatten, waren nun die Geier & Co dran.
Und unsere Loewen haben wir auch wieder gefunden, immer noch schwer am verdauen...Das sind echt mal Schmusekatzen!
Als aber am Ufer eine kleine Gruppe Zebras gesichtet wurden, kamen einige wieder auf Trab...allerdings waren die noch so vollgefressen, dass man sich schnell wieder dem Mittagsschlaf widmete.
Affe
ZANSIBAR
Janice am Strand von Zansibar.
Ebbe und Flut am indischen Ozean sind echt heftig. Zwei Mal am Tag zieht sich das Wasser bis zu mehrere Kilometer zurueck, um dann mit einer enormen Geschwindigkeit zurueck zu kommen.
Idyllisches Fischerboot.
Im Jozani Nationalpark auf der Gewuerzinsel konnten wir noch mal richtiges Dschungelfeeling aufkommen lassen.
Janice versucht sich in Stonetown, der Hauptstadt von Zansibar, zurechtzufinden.
Die deutsche Botschaft in Lusaka haben wir erst nach zweimaligem Hinschauen entdecken koennen =)
Donnerstag, 25. Juni 2009
Zwischenmeldung
Lang ist es her...fast einen ganzen Monat habe ich nun gebraucht, um mich an dieser Stelle wieder zurueck zu melden...Ich schiebe jegliche Schuld riegeros auf die Internetprovider, wasche meine Haende in Unschuld und lehne mich entspannt zurueck, denn an Versuchen hat es wieklich nicht gemangelt. Aber ich hoffe ihr koennt verstehen, dass man nach 30 Minuten sinnlosem Geglotze auf ein und die selbe Seite irgendwann dann doch mal die Geduld verliert und entnervt aufgibt, da rein gar nichts passiert.
Seit einigen Wochen spinnt auch das Mobilfunknetz rum...speziell abends ist dann halt fuer Stunden kein Netz da und wenn man bedenkt, dass ich mehr oder weniger im bush wohne, es nach 18 Uhr stockduster ist und ich ohne Taxi mich nicht fortbewegen kann, koennen die Abende doch manchmal recht langweilig werden...da kommt es dann auch schon vor, dass ich an einem Freitagabend bereits 19 Uhr ins Bett gehe, um dann 4.00 nachts, wenn die Netzverbindung wieder hergestellt ist, von allen moeglichen Leuten aus dem Bett gekliengelt zu werden! Deutschlandtypische Gedanken wie "Mhm, es ist schon nach 21 Uhr, besser ich rufe heute nicht mehr an sondern morgen, derjenige koennte ja schon schlafen." sind hier gaenzlich unbekannt! Hier wird angerufen wenns einem grad in den Sinn kommt, da muss man dann schon mal darauf gefasst sein, nachts um 3 Uhr Diskussionen ueber Workshops fuehren zu muessen. Argumente wie "Ich bin muede, will schlafen, kann nicht denken..." zaehlen nicht! Dieses Hineinplatzen in die Privatsphaere bezieht sich nicht nur auf Zeit, sondern auch auf Distanzen. Waehrend wir in Deutschland kleinlichgenau darauf achten, den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand von 2,05 Metern zum naechsten Kunden am Bankschalter einzuhalten, faellt es hier schwer, rauszubekommen, wer von den 5 Leuten, die sich um den Schalter draengeln, denn nun an der Reihe ist. Genauso beim Arzt....da werden 3 bis 4 Leute gleichzeitig im Sprechzimmer behandelt und man muss seine Beschwerden vor allen anderen offenbaren, die dann nicht selten von Patienten, Arzt und anwesendenen Schwestern gemeinsam ausdiskutiert werden. Der zambische Gemeinschaftssinn macht auch vor oeffentlichen Toiletten nicht halt. Es ist reine Glueckssache, wenn man eine Toilette mit Tuer findet. Ueber Schloesser zum abschliessen dieser Tuer rede ich schon gar nicht mehr. Letztens war ich in einer neueroeffneten Luxuslodge mit westlichem Stil. Die Toiletten waren wunderschoen, nur Tueren wurden vom Architekten gar nicht erst vorgesehen... der Mangel an Tueren hat mir schon manch unschoene Ansichten auf den Toiletten beschert!
Wie der Rest der Welt ist natuerlich auch Zambia im Fussballfieber, denn erstmals seit langer Zeit koennen sich die Chipolopolo-Boys (der interne Name fuer die zambische Elf) fuer die Weltmeisterschaft und auch den Africa Cup qualifizieren...Naja, realistisch gesehen werden wir die gruen gekleideten Katongos, Mulengas und Bandas wohl nicht gegen Brasilien und Co spielen sehen, aber eine Teilnahme beim Africa Cup ist bestimmt drin. Die heisse Gruppenspielphase hat schon angefangen und in der gleichen Gruppe sind Ruanda, Aegypten und Algerien. Die WM-Qualifikationsspiele wurden und werden auch gar nicht mal so weit weg von Solwezi ausgetragen, aber bisher konnte ich es noch nicht einrichten, hinzufahren. Das Stadium, in dem die Spiele stattfinden hat eine nicht unerhebliche Aehnlichkeit mit dem Geraberger Bolzplatz...der einizige Unterschied besteht wohl darin, dass sich im Hintergrund nicht der Thueringer Wald auftuermt, sondern stattdessen ein paar Sitzgelegenheiten notduerftig hingezimmert worden sind...Schoen! Auch Solwezi darf ein Stadium sein Eigen nennen. Als ich das erste Mal davon gehoert habe, war ich ganz aufgeregt, was mich da wohl erwartet, als ich dann bei dem beschriebenen Platz ankam, habe ich mich erkundigt wo es denn nun sei..."Du stehst mitten drin" war die nuechterne Antwort...zur Erklaerung: ich stand auf einer riesigen gruenen, ungemaehten Wiese, die von einer Art Feldweg durchzogen wurde (was sich als Rennbahn herausgestellt hat) und irgendwo ragte ein grosser Betonklotz in die Hoehe, dessen Stufen die Sitzgelegenheiten waren. Doch trotz dessen mangelt es den Zambiern nicht an Sportsgeist!
Momentan sitze ich zu Hause und lasse mich von zambischer Rumbamusik aus dem Radio beschallen. Eigentlich warte ich immer nur auf die Nachrichten, um ein paar News aufzuschnappen und wenn ich dann noch Glueck habe, kommen ein paar interessante Diskussionen ueber die politische und oekonomische Lage der Nation. Denn musikalisch gesehen ist der Sender nicht so der Reisser, entweder geben sich Backstreetboys, Westlife und Haddaway die Hand oder man wird mit der typischen zamischen Partymusik bzw. (teilweise noch schlimmer) der traditionellen Lozi-, Tonga-, Bemba-usw. -musik beschallt. Was ganz lustig und auch interessant ist, ist der "Taonga market", eine Art Lernprogramm fuer Lehrer und Schueler...ich glaube das geht von Klasse 1 bis 9. Generell werden viele Informationen und lehrreiche Inhalte mittels Hoerspielen weitergegeben. Speziell die HIV und AIDS-Aufklaerung wird so an den Mann gebracht. Doch an eine Sache komme ich ueberhaupt nicht ran und das sind die missionarischen Gottesprogramme, in denen wahnsinnige (wohl mit Schaum vor dem Mund) Prister wie besessen ihre Bibelverse und jeweiligen individuellen Erklaerungen runterrattern. AAHHH, da kann bibeltreuste Christ zum Atheisten werden! Lustig wird es nur, wenn es ein Bemba-Prister ist und die Buchstaben "L" und "R" verwechselt, das ist grossartig! Dieser Buchstabendreher zieht sich durch die ganze Bevoerlkerungsschicht der Bemba-Leute...Da fragt dann der Taxifahrer: "Reft or Light?" ..."time frame" wird "time flame", "directly" zu "dilectry". Und das Besten an allem ist, dass manche Leute das sogar so schreiben.
So, beim naechsten Mal gehe ich auf andere zambische Eigeneheiten ein!
Wuensche euch eine gute Zeit!!!
Katongo
Seit einigen Wochen spinnt auch das Mobilfunknetz rum...speziell abends ist dann halt fuer Stunden kein Netz da und wenn man bedenkt, dass ich mehr oder weniger im bush wohne, es nach 18 Uhr stockduster ist und ich ohne Taxi mich nicht fortbewegen kann, koennen die Abende doch manchmal recht langweilig werden...da kommt es dann auch schon vor, dass ich an einem Freitagabend bereits 19 Uhr ins Bett gehe, um dann 4.00 nachts, wenn die Netzverbindung wieder hergestellt ist, von allen moeglichen Leuten aus dem Bett gekliengelt zu werden! Deutschlandtypische Gedanken wie "Mhm, es ist schon nach 21 Uhr, besser ich rufe heute nicht mehr an sondern morgen, derjenige koennte ja schon schlafen." sind hier gaenzlich unbekannt! Hier wird angerufen wenns einem grad in den Sinn kommt, da muss man dann schon mal darauf gefasst sein, nachts um 3 Uhr Diskussionen ueber Workshops fuehren zu muessen. Argumente wie "Ich bin muede, will schlafen, kann nicht denken..." zaehlen nicht! Dieses Hineinplatzen in die Privatsphaere bezieht sich nicht nur auf Zeit, sondern auch auf Distanzen. Waehrend wir in Deutschland kleinlichgenau darauf achten, den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand von 2,05 Metern zum naechsten Kunden am Bankschalter einzuhalten, faellt es hier schwer, rauszubekommen, wer von den 5 Leuten, die sich um den Schalter draengeln, denn nun an der Reihe ist. Genauso beim Arzt....da werden 3 bis 4 Leute gleichzeitig im Sprechzimmer behandelt und man muss seine Beschwerden vor allen anderen offenbaren, die dann nicht selten von Patienten, Arzt und anwesendenen Schwestern gemeinsam ausdiskutiert werden. Der zambische Gemeinschaftssinn macht auch vor oeffentlichen Toiletten nicht halt. Es ist reine Glueckssache, wenn man eine Toilette mit Tuer findet. Ueber Schloesser zum abschliessen dieser Tuer rede ich schon gar nicht mehr. Letztens war ich in einer neueroeffneten Luxuslodge mit westlichem Stil. Die Toiletten waren wunderschoen, nur Tueren wurden vom Architekten gar nicht erst vorgesehen... der Mangel an Tueren hat mir schon manch unschoene Ansichten auf den Toiletten beschert!
Wie der Rest der Welt ist natuerlich auch Zambia im Fussballfieber, denn erstmals seit langer Zeit koennen sich die Chipolopolo-Boys (der interne Name fuer die zambische Elf) fuer die Weltmeisterschaft und auch den Africa Cup qualifizieren...Naja, realistisch gesehen werden wir die gruen gekleideten Katongos, Mulengas und Bandas wohl nicht gegen Brasilien und Co spielen sehen, aber eine Teilnahme beim Africa Cup ist bestimmt drin. Die heisse Gruppenspielphase hat schon angefangen und in der gleichen Gruppe sind Ruanda, Aegypten und Algerien. Die WM-Qualifikationsspiele wurden und werden auch gar nicht mal so weit weg von Solwezi ausgetragen, aber bisher konnte ich es noch nicht einrichten, hinzufahren. Das Stadium, in dem die Spiele stattfinden hat eine nicht unerhebliche Aehnlichkeit mit dem Geraberger Bolzplatz...der einizige Unterschied besteht wohl darin, dass sich im Hintergrund nicht der Thueringer Wald auftuermt, sondern stattdessen ein paar Sitzgelegenheiten notduerftig hingezimmert worden sind...Schoen! Auch Solwezi darf ein Stadium sein Eigen nennen. Als ich das erste Mal davon gehoert habe, war ich ganz aufgeregt, was mich da wohl erwartet, als ich dann bei dem beschriebenen Platz ankam, habe ich mich erkundigt wo es denn nun sei..."Du stehst mitten drin" war die nuechterne Antwort...zur Erklaerung: ich stand auf einer riesigen gruenen, ungemaehten Wiese, die von einer Art Feldweg durchzogen wurde (was sich als Rennbahn herausgestellt hat) und irgendwo ragte ein grosser Betonklotz in die Hoehe, dessen Stufen die Sitzgelegenheiten waren. Doch trotz dessen mangelt es den Zambiern nicht an Sportsgeist!
Momentan sitze ich zu Hause und lasse mich von zambischer Rumbamusik aus dem Radio beschallen. Eigentlich warte ich immer nur auf die Nachrichten, um ein paar News aufzuschnappen und wenn ich dann noch Glueck habe, kommen ein paar interessante Diskussionen ueber die politische und oekonomische Lage der Nation. Denn musikalisch gesehen ist der Sender nicht so der Reisser, entweder geben sich Backstreetboys, Westlife und Haddaway die Hand oder man wird mit der typischen zamischen Partymusik bzw. (teilweise noch schlimmer) der traditionellen Lozi-, Tonga-, Bemba-usw. -musik beschallt. Was ganz lustig und auch interessant ist, ist der "Taonga market", eine Art Lernprogramm fuer Lehrer und Schueler...ich glaube das geht von Klasse 1 bis 9. Generell werden viele Informationen und lehrreiche Inhalte mittels Hoerspielen weitergegeben. Speziell die HIV und AIDS-Aufklaerung wird so an den Mann gebracht. Doch an eine Sache komme ich ueberhaupt nicht ran und das sind die missionarischen Gottesprogramme, in denen wahnsinnige (wohl mit Schaum vor dem Mund) Prister wie besessen ihre Bibelverse und jeweiligen individuellen Erklaerungen runterrattern. AAHHH, da kann bibeltreuste Christ zum Atheisten werden! Lustig wird es nur, wenn es ein Bemba-Prister ist und die Buchstaben "L" und "R" verwechselt, das ist grossartig! Dieser Buchstabendreher zieht sich durch die ganze Bevoerlkerungsschicht der Bemba-Leute...Da fragt dann der Taxifahrer: "Reft or Light?" ..."time frame" wird "time flame", "directly" zu "dilectry". Und das Besten an allem ist, dass manche Leute das sogar so schreiben.
So, beim naechsten Mal gehe ich auf andere zambische Eigeneheiten ein!
Wuensche euch eine gute Zeit!!!
Katongo
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